Was ist Schlafapnoe?

Mindestens jeder Dritte von 81 Millionen Deutschen schnarcht.

Infrografik zur Prozentualen Anzahl der Schnarchenden Menschen und Menschen mit Schlafapnoe in Deutschland 2 – 4% haben ein Schlafapnoe-Syndrom 37% der Deutschen schnarchen

Der Begriff „Schlafapnoe“ leitet sich aus dem Griechischen ab: „ápnoia“ bedeutet Atemlosigkeit. Wer während des Schlafens immer wieder „ohne Atem“ ist, leidet unter dem Schlafapnoe-Syndrom.

Die Schlafapnoe zählt in der Medizin zu den schlafbezogenen Atmungsstörungen – der Schlaf ist durch Apnoen erheblich gestört, weswegen betroffene Personen morgens alles andere als erholt aufwachen. Ein guter Schlaf ist für die körperliche Regeneration aber sehr wichtig, er trägt wesentlich zum persönlichen Wohlbefinden bei. Auf lange Sicht macht eine Schlafapnoe – wenn sie unbehandelt bleibt – richtig krank.

Wie kommt es zu Atempausen im Schlaf?

Schnarchen - harmlos aber störend

Im Schlaf entspannt sich die Muskulatur. Weil dadurch Kiefer und Zunge zurückgleiten und die Atemwege verengen können, schnarchen wir. Nervig für den Partner, aber im Grunde harmlos.

Atemaussetzer - müssen behandelt werden

Wenn Zunge und Rachenmuskeln komplett erschlaffen, blockieren sie die Atemwege. Auf diese Weise entstehen kurze Atemaussetzer, sogenannte Apnoen. Aufgrund des damit verbundenen Sauerstoffmangels schlägt der Körper Alarm: Durch eine unbewusste Weckreaktion setzt die Atmung – und damit auch das Schnarchen – wieder ein. Vom jeweiligen Krankheitsgrad hängt ab, wie lange eine Apnoe dauert (10 bis 90 Sekunden) und zu wie vielen Atempausen es in einer Nacht kommt (im Extremfall bis zu 600).

Ursachen - unbekannt

Was die Schlafapnoe verursacht, ist noch weitgehend unklar. Bekannt ist, dass Männer mittleren Alters mit starkem Übergewicht besonders häufig betroffen sind. Rauchen und Alkohol zählen zu den Faktoren, die das Risiko für eine Schlafapnoe erhöhen.

Apnoe bei Kindern - zu oft übersehen

Auch Kinder können unter nächtlichen Atempausen leiden. Bei ihnen ist die Diagnose aber wesentlich schwieriger als bei Erwachsenen – häufig wird eine Schlafapnoe im Kindesalter übersehen. Stattdessen wird die damit einhergehende Unruhe bei jungen Patienten einem Aufmerksamkeitsdefizit- oder Hyperaktivitätssyndrom (Stichwort ADHS) zugeschrieben.

Woran erkenne ich eine Schlafapnoe?

Eine Schlafapnoe macht sich sowohl nachts als auch tagsüber deutlich bemerkbar. Anzeichen sind:

Während des Schlafens schnarchen Betroffene sehr laut und unregelmäßig. Charakteristisch ist, dass die Geräusche plötzlich verstummen und nach einer kurzen Pause (hier setzt der Atem aus) mit luftholendem Getöse wieder starten. Oft weisen auch nächtliches Schwitzen, Harndrang, Unruhe sowie Herzrasen und Beklemmungsgefühle auf eine Schlafapnoe hin.

Beim Aufwachen fühlen sich die Patienten wie gerädert, haben häufig Kopfschmerzen und einen rauen, trockenen Hals.

Tagsüber quält die Betroffenen eine extreme Müdigkeit. Sie sind deshalb schlapp und deutlich weniger leistungsfähig. Es fällt ihnen schwer, sich zu konzentrieren.

 

Wenn Sie auch nur eines der genannten Schlafapnoe-Symptome regelmäßig bei sich oder Ihrem Partner beobachten, sollten Sie unseren Test machen und zu uns in die Praxis kommen:

ZUM SCHLAFAPNOE-TEST

 

Warum sollte ich eine Schlafapnoe
behandeln lassen?

Durch Schlafapnoe droht zwar keine Erstickungsgefahr. Mangelhafte Sauerstoffversorgung und fehlende Erholung im Schlaf haben dennoch gravierende Folgen – insbesondere für das Herz-Kreislauf-System! 

Weil durch die Atemaussetzer der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt, muss das Herz mehr arbeiten. Dadurch steigen Puls und Blutdruck an. Ohne Behandlung kann diese Belastung zu Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck führen – das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen, ist deutlich erhöht.

Auch sexuelle Unlust und Depression können Folgen einer unbehandelten Schlafapnoe sein.

Besonders gefährlich: Schlafapnoe-Patienten neigen zum Sekundenschlaf – eine große Gefahr beim Autofahren! Studien haben gezeigt: Wer unter nächtlichen Atempausen leidet, ist vier- bis siebenmal häufiger in Verkehrsunfälle involviert.